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— ſagte Hugo mit Ernſt.—„Er fühlte, daß mir bitter Unrecht geſchehen;. er hat ſich überzeugt, daß ich es redlich mit Straßburg meine... und ſo ſcheint es mir, als wolle er...
„Das Unrecht, das Dir in ſeiner Abweſenheit durch den Magiſtrat geſchehen, wieder gut machen!“ — rief Alma freudig—„O! daran erkenne ich meinen guten Vater!“
„Und wahrlich!“— ſagte Hugo mit freudeſtrah⸗ lenden Augen—„das kann er im vollſten Maaße. Und weißt Du auch wodurch?“
„Hugo, Hugo!“— rief ſtotternd das Mädchen und tiefe Röthe übergoß ihr liebes Geſichtchen mit dem Zauber mädchenhafter Verſchämtheit.
„Und wodurch?“— wiederholte der Jüngling, indem er die beiden Hände der Geliebten ergriff und ſie leiſe und liebevoll an ſich zog—„o ſage es7 mir, wodurch?“ 3
Alma glühte wie eine dunkele Roſe. Sie wagte Hugo nicht anzuſehen, und doch ſpielte etwas Schel⸗ miſches in ihren Zügen, als ſie— mit einem halben Blick unter den langen Wimpern hervor— flüſterte:
„Daß er unſere Liebe ſegnet!“
„Ja! daß er unſere Liebe ſegnet!“— rief Hugo ſelig entzüct und einmal. ein einzigmal


