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Merey ſogar, bis die Mutter fand, daß dies rathen ja doch zu nichts führe und abwarten das Beſte ſei.
Jetzt war alles vorbereitet: der Tiſch gedeckt, die Küche beſorgt, der beſte Wein, den der Keller führte, auf einem Schencktiſche neben der kleinen Tafel aufgepflanzt;... der Syndicus aber mit den Gäſten erſchien noch immer nicht.
Alma befand ſich allein in dem Zimmer, da ſich die Mutter, die die Küche zum größten Theile ſelbſt beſorgt hatte,— etwas, was ſie ſich bei ſolchen Ge⸗ legenheiten nie nehmen ließ,— ſchnell noch um⸗ kleidete.
Ol wie wunderbar war es dem guten Kinde zu Muthe.
Geſtern noch lag es mit Bergeslaſt auf ihrer Seele;— geſtern noch wähnte ſie den Geliebten in weiter unbekannter Ferne;— bebte ſie bei der Be⸗ fürchtung, daß ſich ihm vielleicht gar keine Gelegen⸗ heit bieten würde, ſeinen Feinden und ganz Straß⸗ burg zu beweiſen, wie unrecht man ihm gethan, und daß er kein Verräther ſei, ſondern im Gegentheile ein Herz voll glühender Vaterlandsliebe in ſeinem Buſen trage. und heute? o Gott! o Gott! . heute kam es ihr vor, als ſeien ihrer Seele über Nacht Schwingen gewachſen, ſo leicht, ſo ſelig fühlte ſie ſich;— heute wußte ſie Hugo in Straß⸗
Der Raub Straßburgs II. 23
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