Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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Als er an dem Hauſe des Syndicus Frantz vorüberkam, ſtanden an einem der Fenſter zwei weib⸗ liche Geſtalten, die wie die Frauen und Mädchen in faſt allen umliegenden Häuſern dem vorüber⸗ ziehenden Retter der geliebten Vaterſtadt mit weißen Tüchern zuwinkten.

O! wie ſelig durchzuckte es da Hugo! wie über⸗ ſelig war es Alma zu Muthe ſie lachte, ſie jubelte... und doch ſtürzten dabei Thränen über ihre Wangen. Als aber der Zug jetzt vorüber war, ſank ſie laut weinend der Mutter in die Arme.

Liebes, theures Kind! ſagte die Mutter, und drückte einen Kuß auf das Haupt der geliebten Tochter. Aber ſie ließ ſie ausweinen.. denn es waren ja Thränen der höchſten, der reinſten, der heiligſten Frendel

Zwei Stunden ſpäter war der Mittagstiſch im Hauſe des Syndicus gerichtet. Aber er zählte ſtatt wie gewöhnlich drei... heute fünf Gedecke.

Wer die Gäſte ſein würden, dies wußte weder Mutter noch Tochter. Syndicus Frantz hatte ein⸗ fach nach Hauſe ſagen laſſen: man möge ſich zu Mittag auf zwei Gäſte richten und dabei aufbieten was Küche und Keller vermöchten.

Da gab es denn nun freilich für Mutter und Tochter viel zu thun. Indeß ſie thaten es heute mit