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Hugo beſtand in ſeinem gekränkten Ehrgefühle dar⸗ auf, ſich als Verurtheilter dem Magiſtrate zu ſtellen.
Und er führte dieſen Vorſatz in der That ſchon in der Frühe des kommenden Morgens aus.
Freilich war die Verlegenheit, die er dadurch der Günzer'ſchen Parthei bereitete eine ungemein große, zumal da— als ſich die Nachricht verbreitete: der Retter der theueren Vaterſtadt, der unſchuldig Ver⸗ bannte, habe ſich ſeinen Feinden geſtellt— die Zünfte ſich wie auf einen Schlag auf ihren Zunft⸗ ſtuben verſammelten, und ſofort— der Schneider⸗ zunft folgend— mit ihren Fahnen und Standarten vor das Rathhaus zogen, die Zurücknahme der Ver⸗ bannung und die Freilaſſung ihres Helden und Lieb⸗ linges laut und ſtürmiſch verlangend.
Da blieb denn freilich den Günzeriſchen bei der allgemeinen Aufregung nichts übrig, als zum böſen Spiele gute Miene zu machen, zumal Frantz und die liberale Parthei ganz auf der Seite des Volkes ſtanden.
Hugo von Zedlitz wurde vorgeführt und erhielt die Erlaubniß, ſich wegen der früheren Anklage zu vertheidigen. Er that dies mit der vollen Kraft der Wahrheit. Schlicht und einfach war ſeine Rede, aber allgewaltig durch die Wucht der Ueberzeugung, durch das Feuer einer heiligen Begeiſterung, durch die


