Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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ſichtigten Hochverrath bekannt wurde; die aufgeregten Volksmaſſen hätten im entgegengeſetzten Falle ſicher ſein Haus erſtürmt und den ohnehin Verhaßten niedergehauen oder aufgeknüpft.

Es iſt eigenthümlich, daß die größten Schurken bei den unerhörteſten Schurkereien oft das größte Glück haben. Selbſt wenn die mörderiſche Bombe, die ſie Anderen zum Verderben gelegt, vor der Zeit in ihrer nächſten Nähe platzt, bleiben ſie zunächſt unverwundet, während Unſchuldige an ihrer Stelle und für ihre Frevel büßen müſſen.

Natürlich ſpielte auch der Stadtſchreiber den Em⸗ pörten; ja der erſte Antrag, den er den kommenden Morgen in der ſchnell berufenen Sitzung des großen Rathes ſtellte, ging auf augenblickliche Ausweiſung der Franziskanermönche aus Straßburg und Ein⸗ ziehung ihres Kloſters.

Wirklich ſetzte die patriotiſche Parthei, diesmal mit Günzer ſtimmend, dieſen Antrag auch durch.

Die Ausführung deſſelben folgte auf dem Fuße.

Günzer, dem die Schlauheit im Nacken ſaß, ver⸗ ſprach dabei da man die Stadt von dem wenigen Militär nicht entblößen wollte für zuverläſſige Leute, behufs der Escortirung der Patres, zu ſorgen. Er hielt auch Wort, indem er ſich gerade auf dieſe Weiſe einen Theil der Leute vom Hals ſchaffte, die