Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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Und mit dieſen Worten ſtieß Hugo mit einem Fußtritte die eiſerne Kellerthüre auf, und mit dem Rufe:für Gott und Vaterland! ſtürzten er und die Seinen ſich auf die Ueberraſchten.

Aber Hugo hatte richtig vorausgeſehen: wohl feierte Freund Bachus hier bereits große Triumphe, wohl waren die Köpfe ſo ſchwer, als die Kehlen rauh... kaum aber erblickten die alten Krieger blinkende Schwerter, blitzende Waffen, als auch ihre

Schwerter aus der Scheide flogen und ein Kampf wilder Verzweiflung begann.

Es war ein tolles furchtbares Bild! In den finſteren, nur durch die grellen Streiflichter einzelner Fackeln erleuchteten Kellerwölbungen, zwiſchen rie⸗ ſigen Fäſſern, umgeſtürzten Tonnen und Krügen,

hier, wo eben noch die ausgelaſſenſte Luſt geherrſcht tobte jetzt ein erbitterter Kampf. Blut miſchte ſich mit dem dahinſtrömenden Wein, furchtbare Flüche mit dem Angſtrufe der Mönche. Trunkenheit und Wuth verzerrten dabei die Ge⸗

ſichter der Kämpfenden; Todtenbläſſe und Ent⸗ ſetzen malte ſich in jenen der Mönche, die ſämmtlich ihre Zuflucht zwiſchen und unter den Fäſſern ge⸗ nommen hatten.

Schon lagen ſchwer Verwundete und Sterbende

am Boden.