Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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Nur von Ferne und aus der Tiefe tönte dumpf ein wirrer Geſang herauf.

Hugo und Wenck mit den Ihren folgten ſeinen Klängen.

Und immer deutlicher wurde er... und immer rauher und wilder klangen die Stimmen durch einander: ſingend, lachend, fluchend wie bei einem tollen Bachanal mitten in einem Feldlager.

Meiſter Wenck's kleine Aeuglein glitzerten voll Luſt: er fühlte ſich in ſeine alten Feldzüge im dreißig⸗ jährigen Kriege verſetzt.

Jetzt waren ſchon die Worte genau zu unter⸗ ſcheiden...

Hugo hielt an... nur noch eine Kellertreppe...

Brüder, Freunde! flüſterte er zurück jetzt gilt es! Wie viel ihrer ſind, wiſſen wir nicht: wohl zwei auf unſer einen. Aber das wiſſen wir, daß die meiſten alte gediente Soldaten ſind, die ihre Klinge zu führen verſtehen, auch wenn der Wein im Kopfe ſitzt. Wir alle ſind nur ſchlichte Bürger oder einfache Handwerker... aber!.. wir kämpfen für eine gerechte Sache gegen Verrath und Schurkerei!... das muß uns Muth und Kraft geben. Alſo drauf, für Gott und Vaterſtadt! Wer ſich wehrt, den ſtoßt nieder, todt oder gefangen muß die ganze Rotte in unſere Hände fallen!