Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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Der Muth auf beiden Seiten war gleich.. aber Uebermacht und Gewandtheit in der Führung der Waffen ſtanden auf Seiten der Angegriffenen.

Hugo und Wenck kämpften wie Löwen. dennoch mußten ſie und die Ihren mehr und mehr weichen.

Jetzt waren ſie zur Treppe gedrängt;. jetzt mußten ſie, immer kämpfend, den Rückzug nach den äußeren Gängen nehmen.

Hugo und Wenck kämpften in erſter Linie und wichen nur Schritt vor Schritt. Wild ſaußten die Schwerter um ihre Häupter, ſie achteten es nicht; immer mehr der Ihren ſanken verwundet nieder, ſie ſahen es nicht; der Tod umſchwebte ſie in tauſend Geſtalten... es kümmerte ſie nicht.

Nur ein Gedanke brannte in ihrer Seele: Sieg oder Tod!

Der Ueberzahl weichend, waren ſie jetzt aus dem Keller verdrängt, hallten bereits die langen Kloſter⸗ gänge ſchauerlich von Schwerterklang und Sc wieder.

Da.. da traf Hugo's Ohr auch das Sturmgeläute von den Thürmen der Stadt.

Jetzt war der Moment der Entſcheidung gekom⸗ men... aber mit ihm brach auch Syndicus Frantz an der Spitze der Schneiderzunft, die ſich nicht mehr hatte halten laſſen, in dem Kloſter ein.