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ſten Mitteln kein Gewiſſen machte. Was aber frägt ein Staatsmann, wie Louvois, nach dem Gewiſſen? Recht, Billigkeit, Menſchenwohl und Völkerglück waren dem edlen Marquis lächerliche Dinge, auf die er mit Stolz und Hohn herabſah.
Straßburg und die Ufer der oberen linken Rhein⸗ ſeite mußten Frankreich zufallen was lag Louvois und Ludwig XIV. daran, wenn auch, zur Erreichung dieſes Zweckes, Kriege entſtanden, Ströme Blutes floſſen, ganze Länder verwüſtet, ganze Völker unglücklich wurden?
Und ſo verband ſich denn der„allerchriſtlichſte“ König, Ludwig XIV. von Frankreich, nicht nur mit den gegen Oeſterreich in Aufſtand begriffenen Ungarn, an deren Spitze der Fürſt Tököli ſtand, ſondern auch — zu ſeiner und Louvois ewiger Schmach ſei es geſagt— mit dem Erbfeinde des Chriſten⸗ thums und aller Cultur. mit den Türken!
Die ſchredlichen, die blutigen Lürktenttiege welche damals die öſterreichiſchen Erblande, ja ſelbſt Wien bedrohten, waren zum großen Theile die Folge des
franzöſiſchen Einfluſſes bei der Pforte Ludwig XIV.
hielt ja ſeit 1673 eine Geſandtſchaft in Konſtan⸗ tinopel, welche ein geheimes Bündniß zwiſchen Frank⸗


