Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Einzelbild herunterladen

genommen, die Revolution grub ihre Minen. In⸗ deß auch für Frankreichs äußere Größe war Ma⸗ zarin entſcheidend wirkſam, er ſchloß den Frieden zu Münſter und mit Spanien den pyrenäiſchen Frieden, welche beide koſtbaren Gewinn brachten. Als er ſtarb, übergab er dem dreiundzwanzigjährigen Ludwig XIV. ein beruhigtes, ſieggekröntes, und dabei die Kräfte zu großen Dingen in ſich tragendes Reich.

Aber Ludwigs ſcharfer Blick wußte auch den rechten Mann zu wählen, der im Stande war, in politiſcher Beziehung die Erbſchaft Richelieu's und Mazarin's zu übernehmen. Es war Francois Michel le Tellier, Marquis de Louvois,. den ihm frei⸗ lich Mazarin ſelbſt noch auf dem Todtenbette empfoh⸗ len hatte. Und Louvois trat— wie wir wiſſen— dieſe Erbſchaft mit feſter Hand an.

Die alte Eroberungs⸗ und Vergrößerungs⸗Politik wurde fortgeſetzt, und ihr fiel, zum Schrecken Euro⸗ pa's, der Elſaß.

Jetzt war, wie geſagt, nur noch Straßburg und das letzte Theilchen des oberen lin⸗ ken Rheinufers zu nehmen.

Indeß die Sache war nicht leicht.. ſie konnte ſogar nur dann durchgeſetzt werden, wenn man ſich von Seiten Frankreichs auch aus den niederträchtig⸗

*