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Gränzen, die Erwerbung der Niederlande und die Ausdehnung der franzöſiſchen Macht bis an den Rhein, dieſe alte Lieblingsidee der franzö⸗ ſiſchen Ländergier, zum einzigen Gegenſtande ſeiner politiſchen Handlungen. Das Werk, was er nach Innen mit gleicher Kunſt als Beharrlichkeit und Kraft verfolgte, war die Unumſchränktheit des königlichen Thrones. Was ihm zu thun übrig ge⸗ blieben war, vollendete ſein Nachfolger in Amt und Würde, der Cardinal Mazarin. Das Syſtem Riche⸗ lieu's in den inneren wie äußeren Geſchäften wurde unverändert fortgeſetzt. Glücklich überwältigte dann Mazarin den inneren Aufruhr der Fronde. Die Kö⸗ nigsmacht, früher mannigfach eingeengt, feierte end⸗ lich den vollſtändigſten Sieg. Die Reformirten waren im Innern Frankreichs politiſch vernichtet, kirchlich kaum geduldet;— der Adel gebändigt. Niederge⸗ worfen von des Miniſters ſtarker Hand, ſuchte er ſeine Ehre fortan im Dienen, ſeinen Glanz in den Strahlen des Thrones. Aber nicht nur den Adel, auch die Gemeinen und das Parlament unterjochte der energiſches Mazarin. Von nun an gab es in Frankreich keine politiſchen Fractionen mehr. Der Parteiung blieben als einziges Feld die königlichen Vorzimmer und als einziges Ziel der gnädige Blick des Monarchen. Der Despotismus hatte Wohnung


