Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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„Am beſten aber iſt es, ſehen... und.. klug danach handeln“

„Und wenn es ein Abgrund iſt, den man ſieht?“

„So kann man ihn vermeiden, eben weil man ihn ſieht. Blind... würden wir unrettbar hinein⸗ ſtürzen.“

„Es ſteht Alles auf dem Spiele.“

„Gar nichts... wenn man klug iſt. Laß dem verwöhnten Kinde das Spielzeug, mit dem es momentan tändelt; aber räche dich im Stillen, himm⸗ liſche Angeline. Ich biete Dir die Hand dazu.. und ein Herz voll glühender Liebe!“

„Memento mori!“— ſagte hier eine tiefe ernſte Stimme.

Angeline und Saint⸗Aignan fuhren auf.

Wieder ſtand die weiße Geſtalt vor ihnen und hinter ihr der Mönch, der den Todesgruß geſprochen.

Angeline war keines Wortes fähig, die Augen der Geſtalt glühten in ihren tiefen Höhlen wie Koh⸗ len und ihre Blicke hafteten durchbohrend auf der Herzogin.

„Unerträglich!“— rief der Bettler, mit der Hand nach der Seite fahrend, als ob er hier einen Degen trüge.

Die Geſtalt hob langſam und drohend die Hand.