Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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kochen an!— und Soint⸗Aignan's Liebe!... o! er war ſchön... und... ſein Bild thronte heimlich ſchon lange in ihrem Herzen. Wenn ihr der König wirklich untreu... dann... dann.. Ein Bettler trat zu ihr und bat um ein Al⸗ moſen.

Angeline war ſo in Gedanken verloren, daß ſie im Augenblick gar nicht daran dachte, ſich auf einem Maskenfeſte zu befinden. Nur halb die Bitte des Bettlers hörend, riß ſie einen der an ihrem Kleide befeſtigten Smaragdknöpfe ab und warf ihn dem Bettler in den Hut.

„Danke!... danke!“— flüſterte dieſer mit vor Freude zitternder Stimme—„Grün iſt die Farbe der Hoffnung! O ſüße Königin der Schön⸗ heit, wann aber folgt der Hoffnung die Erfüllung?“

Angeline bebte zuſammen: es war wieder Saint⸗ Aignan.

„Geh'!“— ſagte ſie mit gedämpfter Stimme. —„Geh', Alter, du möchteſt mich ſelbſt zur Bettle⸗ rin machen, indem Du mir unbegründete Eiferſucht in das Herz gießeſt.“

„Es iſt traurig und gefährlich blind zu ſein!“ — meinte der Bettler—„darum öffne ich Dir die Augen.“

„Und doch iſt es oft beſſer blind ſein, als zu ſehen.“