Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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und lieblich, wie ſie, waren die Verſe, die ſie jetzt vortrug und die, zierlich geſetzt, das Lob der Schön⸗ heit Angelinens ausſprachen. Und.. dieſe Schön⸗ heit zu krönen war ſie ja gekommen aus der Tiefe der Wälder und Berge mit ihren Gnomen und Elfen, gerufen von der Stadt Loches und ihren Einwohnern... denn die Stadt Loches wollte wie Orleans, Blois, Tours, Angers und Nantes der Geliebten Ludwigs XIV. einen Beweis ihrer Verehrung bieten.

Und die liebliche Fee winkt der kleinen Elfin mit dem Purpurkiſſen. Da kniete die Kleine vor Angeline von Fontanges nieder, die holde Fee aber nahm das prachtvolle Diadem mit der Herzogskrone — das Geſchenk der Stadt Loches— und ſetzte es unter Fanfaren und dem endloſen Jubel der Gäſte Angelinen auf das Haupt.

Aber die ſchöne Herzogin war bläſſer als ge⸗ wöhnlich, und nur mit leiſer faſt zitternder Stimme vermochte ſie ihren Dank auszuſprechen.

Wieder erſchallten Fanfaren und unter Jubel und luſtigem Kopfnicken der Zwerge entfernte ſich der Zug.

Ach! welche andere Gedanken beſtürmten in die⸗ ſem Augenblicke Angeline: der König ihr untreu? wenn es wahr wäre! Eiferſucht fing in ihr zu