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ohne Nachkommenſchaft geſtorben; die Grafſchaft iſt vacant“
„Die Peſt über den Schinder! rief Ludwig XI., indem er ſich aus den Händen ſeines Barbiers be⸗ freite wrirſt du bald aufhören mich zu lang⸗ weilen?“
„Die Grafſchaft Meulan iſt ohne Beſitzer, wie⸗ derholte Olivier le Daim, indem er das Raſſier⸗ meſſer an den Hals des Königs ſetzte; ſie würde gewiß in den rechten Händen ſein, wenn ſie in den Beſitz einer Perſon käme, welche in ſo innigem Ver⸗ hältniß mit Ew. Majeſtät ſteht und deren Sorgfalt dieſelbe täglich das Koſtbarſte überläßt, nämlich den erlauchten Kopf ſelbſt.“
„Dieſe Worte machten den König beben; der Barbier bemerkte es und indem er mit dem Meſſer über das Geſicht des Königs ſtrich, fuhr er fort: Sire, ich wage mir das rühmliche Zeugniß zu ge⸗ ben, der treueſte Unterthan Frankreichs im Dienſte Ew. Majeſtät zu ſein. Um dies zu beweiſen, bin ich jeden Augenblick bereit mein Leben für Sie zu opfern; zur Belohnung meiner Treue und Ergeben⸗ heit aber flehe ich Ew. Majeſtät unterthänig an, gewähren Sie mir die Bitte, welche ich ſo eben an Sie zu richten wagte.“


