Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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ſeinen königlichen Kunden genau kannte, ſowie die günſtigen Augenblicke, wenn er irgend eine Forde⸗ rung an ihn ſtellen durfte, ging ſogleich an's Werk, um die Functionen ſeines Standes zu erfüllen. Nach⸗ dem er das abgemagerte Geſicht des Königs gehörig eingeſeift hatte, befürchtete er nicht mehr in ſeinem Verlangen unterbrochen zu werden und ſagte zögernd:

Sie.

Hum, hum.. brummte der König.

Sire, Ew. Majeſtät hat bereits die Güte ge⸗ habt, den Spottnamen Olivier der Teufel durch den Olivier le Daim zu erſetzen. Jetzt.. wenn ich wagen dürfte..

Hum, hum, brummte der König von Neuem, indem er mit dem Kopfe ſchüttelte und den Mund nicht zu öffnen wagte, aus Furcht Seifenſchaum zwiſchen die Lippen zu bekommen.

Wenn ich wagen dürfte, fuhr Olivier le Daim fort ſo würde ich Ew. Majeſtät bitten, in ihren Gunſtbezeugungen gegen mich fortzufahren.

Ludwig XI. warf ihm einen finſtern Blick zu.

Olivier aber, ohne ſich aus der Faſſung brin⸗ gen zu laſſen, ergriff mit der linken Hand die Naſe Sr. Majeſtät und indem er mit der rechten das Meſſer an die Oberlippe des Königs legte, ſagte er ruhigSire, der Graf von Meulan iſt ſo eben