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Unter Ludwig Kl. indeſſen, dieſem düſteren und fal⸗ ſchen, abergläubigen und grauſamen Fürſten, fanden darin nicht mehr ſo viele anmuthige und heitere Er⸗ eigniſſe wie früher ſtatt. Dennoch begab er ſich zu⸗ weilen mit ſeinem ganzen Hofſtaate hierher, und dann erinnerten wohl die Feſte, die hier gefeiert wurden, wie zum Beiſpiel die des Jahres 1465, wenn auch mit gewiſſen düſteren Nüancen an die heiteren Luſt⸗ barkeiten des vorigen Regenten.“
„Niemals aber hatten wohl die Glocken, die Trom⸗ meln der Kriegsleute und der furchtbare Schall der Kanonen auf den Schloßwällen, die Bewohner von Loches ſo in Aufregung verſetzt, als dies am 3. Februar des Jahres 1465 geſchah. Der gute König Ludwig XI., welcher in äußerſt fröhlicher Laune erwacht war, rief ſeinen vertrauten Kammer⸗ diener, Doyat, und ſagte zu ihm:„Geh' hinunter zu meinen Bürgern und Bauern und verkündige ih⸗ nen meinen Willen, welcher lautet: daß ſich heute ein Jeder erluſtigen ſoll, ſo lange, bis er nicht mehr kann.“ Das war mehr, als es bedurfte, um eine nach rauſchenden Vergnügungen gierige Um⸗ wohnerſchaft in Bewegung zu ſetzen. Mit Haſt und Geſchäftigkeit umdrängte man ſofort den Geſandten, als er vom Schloſſe herabkam; mit Begeiſterung
wurden die Worte aufgenommen, welche den Bewoh⸗ Der Ranb Straßburgs II. 2
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