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um indeß ſeiner königlichen Würde— auf die ja Ludwig XIV. ſo viel und ſo ſtrenge hielt— nichts zu vergeben, gingen die Einladungen von der Her⸗ zogin von Fontanges aus. Seine Majeſtät— ſagte dabei das Gerücht— würden ſich von dem Feſte fern halten.
So kam der Abend heran. Zwei der alten un⸗ geheuren Säle waren vorgerichtet worden, um die verkleidete und maskirte Menge aufzunehmen. Der eine war von oben bis unten in ſeiner ganzen Aus⸗ dehnung mit Holz getäfelt, in welches mit Reben behangene Bachusſtäbe und Reliefs geſchnitzt waren, die in reicher Vergoldung glänzten. An der Decke bemerkte man mit cicelirten Figuren verſehene Quer⸗ balken, die von geflügelten Teufelchen getragen wur⸗ den, welche ſchreckliche Grimaſſen zogen und mit ihren Hinterköpfen als Karnieſe das ſchwerfällige Geſims dieſes gothiſchen Bauwerks unterſtützten. Die Einfaſſung des Kamins ruhte auf den kräftigen Schultern zweier Kariatyden— abſcheuliche Unge⸗ heuer, wie ſie wohl die bizarre Phantaſie der Archi⸗ tecten der Zeit Ludwigs Kl. geſchaffen. Auf den herausgeſtreckten Zungen dieſer Kariatyden wie auf den Kronleuchtern brannten Kerzen von gelbem Wachs, welche mit ihrem bleichen Glanze den weiten düſte⸗ ren Saal kümmerlich erleuchteten. Uebrigens war


