Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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Sagen genug von Gräuel, die hier begangen wor⸗ den,.. von Geiſtern und Geſpenſtern, die ſich noch immer in den alten Thürmen und Gemächern zeigen ſollten.

Es war nur ein Glück, daß Angeline neben ihrem königlichen Geliebten in dem Herzog von Saint⸗Aignan einen ſo heiteren Freund an der Seite hatte. O! er war ihr hier in dem finſteren Loches doppelt willkommen mit ſeinen tauſend und aber⸗ tauſend Geſchichten und Anecdoten, mit ſeinen Witzen und ſeiner unerſchöpflich heiteren Laune. Wie gerne aber ließ ſie ſich auch aus Dankbarkeit dafür von dem Herzoge leiten, der ja ohnedem unbedingt ihr größter Verehrer, ihr enthuſiaſtiſchſter Bewun⸗ derer war.

Aber freilich... ſie hatte eine ſolche fortwäh⸗ rende Zerſtreuung jetzt auch nöthiger denn je; nicht allein des Aufenthaltes in dem finſteren geſpenſti⸗ ſchen Schloſſe wegen, ſondern in Folge einer viel peinlicheren Sache.

Regte ſich doch, in unbewachten Augenblicken, etwas in Angelinens Bruft, das gar nicht mit dem glücklichen Leben, welches ſie nach Außen hin führte, übereinſtimmen wollte. Es war die Stimme des Ge⸗ wiſſens, die in ihr erwacht war... und wie oft auch betäubt immer wieder erwachte, zumal