Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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mit ihr und dem ganzen Hofe Orleans, Blois, Tours Angers und Nantes zu beſuchen, wogegen Ludwig auf der Rückreiſe zu Loches anhielt und hier der prächtigen Jagden halber für längere Zeit ſeinen Hof aufſchlug.

Dieſer Aufenthalt freilich war der ſchönen Fon⸗ tanges gerade nicht ſehr angenehm. Was ſollte ſie auf dem einſamen Loches? Hier war wenig zu glän⸗ zen! Der Stadt und der Umgegend hatte ſie ſich bald gezeigt; der umwohnende Adel aber war nicht zahlreich und dabei weniger geſchmeidig und ſchmeichleriſch als der Hof; ja wenn dieſer ge⸗ wohnt ſeinen König ſelbſt beſtändig in den Feſſeln einer Geliebten ſchmachten zu ſehen Angeline von Fontanges mehr faſt als der Königin huldigte, ſo hielt ſich der rauhere, noch weniger verdorbene Land⸗ adel oft mit Kälte und abſtoßender Strenge zurück.

Freilich gab der König, ſeiner ſchönen Geliebten zu Ehren, Feſte auf Feſte: Jagden, Spiele, theatra⸗ liſche Darſtellungen und ländliche Bälle, bei welchen er ſich freute, wenn Angeline recht glänzen konnte; ihr aber deuchte es doch öde und leer auf der alten ungeheuerlichen Burg;... ja es überkam ſie oft Furcht und Bangen in den weiten unheimlichen von einer finſteren Pracht ſtrotzenden Gemächern. Gin⸗ gen doch auf dem Schloſſe und in der Ungegend