Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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rere gelehrte Alterthumsforſcher haben dieſen bemer⸗ kenswerthen Bau dem Grafen Nerra von Anjou, der in der erſten Hälfte des elften Jahrhunderts lebte, zu⸗ geſchrieben, obgleich ſein zwar derber, aber doch zu⸗ gleich eleganter Styl mit ſeinen zierlichen Pylaſtern mehr für das zwölfte Jahrhundert zu ſprechen ſcheint, in welchem die militäriſche Architectur ſchon mehr ausgebildet war.

Der Donjon von Loches erhebt ſich hundert und zwanzig Fuß über den Gipfel des Hügels. Man kann ihn in zwei Abtheilungen theilen, nämlich in den Hauptthurm, der ein längliches Viereck von ohn⸗ gefähr hundert Fuß Länge bis dreißig Fuß Tiefe bildet und in einen zweiten ähnlichen Thurm, der aber weit kleiner iſt und ſich gewiſſermaßen nur als Vorpoſten an erſteren anlehnt.

Letzterer Thurm hatte anfangs dieſelbe Höhe wie jener; heutzutage iſt er ſogar ein wenig höher; ſeine Dimenſionen mögen die Hälfte des Hauptthurmes betragen, von dem er als die Vorhalle zu betrachten iſt. Wenn man dieſen kleineren Thurm betritt, be⸗ merkt man noch die Spuren einer Treppe, deren Stufen, ſie ſind jetzt weggenommen worden auf einer Doppelmauer ruhten, in welcher man ge⸗ wölbte Arkaden angebracht hatte; dieſe Treppe, die durch mehrere kleine Fenſter Licht erhielt, endigte

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