zogen und von dem dunkelen Saume dichter ſchat⸗ tenreicher Wälder begränzt wird.
Mächtige Felsblöcke, welche zu beiden Seiten die Wieſenfläche unterbrechen, heben noch den male⸗ riſchen Reiz, und geben dem weiten farbenreichen Bilde einen kernigen Charakter.
Die Gründung des Schloſſes Loches muß wohl in die früheſten Zeiten der franzöſiſchen Monarchie zurückgeführt werden, davon zeigt ſchon ſeine Bauart.
Umgaben das eigentliche Schloß doch ſeit den älteſten Zeiten ungeheuere, mit Zinnen gekrönte Ringmauern, von mehr als ſechs Ellen Stärke. Dann kamen, nach Außen hin, Wälle und Gräben, von runden Thürmen flankirt, die mit Wurfgeſchoſ⸗ ſen verſehen waren.
Das Hauptthor ſchützten ebenfalls vier Thürme und eine Zugbrücke, über die hinweggelangt, ſich ein zweites und drittes Thor— jedes mit gewalti⸗ gen Fallgittern verſehen— den Schritten des küh⸗ nen Eindringlings entgegenſetzten.
Der intereſſanteſte Theil des Schloſſes aber war jedenfalls der Donjon— ein hohes viereckiges Ge⸗ bäude— welches thurmähnlich die ganze Burg überragte.
Es iſt ſchwierig, die Epoche zu beſtimmen, in welche die Erbauung dieſes Schloßtheiles fällt. Meh⸗


