Teil eines Werkes 
3. Band (1841)
Entstehung
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Wie viel oder wie wenig dieſe neue Anſtalt dem Wunſche ihres Schöpfers entſprach, zeigt die Geſchichte der Reiche Juda und Israel. Jedenfalls hatte ſie die beſten Folgen für das Volk; denn als nach einer Reihe ſelbſt⸗ verſchuldeter Unglücksfälle die Zeiten des Jammers und der Noth heranrückten, waren es Männer, dem Geiſte jener Schule entſproſſen, welche der Nation Muth, Er⸗ gebung und Vertrauen einſprachen und ſie zur Einheit und moraliſchen Kraft zurückführten. Sie verhießen dann wohl ihren leidenden Brüdern, im Fall ſie ihrer warnenden Stimme folgen wollten, beſſere Zeiten, herbeigerufen durch kühne Söhne Gottes, und beſangen auch wohl jene gehofften Tage des Glücks und deren zu erwartende Gründer in kühnen, begeiſterten Ausſprüchen.

Mehrmals erſchienen auch ſolche Helden und Männer Gottes, wie z. B. die Makkabäer, allein auch ihre Zeiten verſchwanden und Judäa erlag Rom.

Jeſus von Nazareth ſtand auf, lehrte und ſtarb. Eine neue Secte, die Chriſtianer oder Chriſten, hatte ſich gebildet und ſchien, allen Verfolgungen ungeachtet, immer kräftiger zu erblühen. Je mehr dieſelbe gedrückt wurde, deſto inniger hingen ihre Glieder ihrem edlen Stifter an, deſto begeiſterter ſtritten ſie für deſſen göttliche Abſendung. Chriſtus ſelbſt, mit den religiöſen Schriften ſeines Volkes auf das Genaueſte vertraut, hatte oft paſſende Stel⸗ len aus jenen ehrwürdigen Urkunden ange⸗ führt und auf ſich vergleichungsweiſe ange⸗ wandt; ja er hatte ſelbſt behauptet, daß er einer jener, ſchon von den Propheten, den begeiſterten Volkslehrern der Nation, verſprochener Heilbringer, ein Meſſias, ſey.

Jetzt begingen aber die glaubenseifrigen, doch meiſt wiſſenſchaftlich ungebildeten Anhänger des Gekreuzigten in ihrem allzugroßen Eifer den Fehler und gaben ſtatt mit logiſcher Richtigkeit von dem