Teil eines Werkes 
3. Band (1841)
Entstehung
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Schlußwuort.

Der Verfaſſer dieſer Schriſt kann nicht umhin, hier noch einige Bemerkungen folgen zu laſſen, welche zum richtigen Verſtändniß ſowohl des alten als des neuen Teſtamentes unumgänglich nöthig ſind und deren Nicht⸗ berückſichtigung ſo viele unſinnige Folgerungen hervorrief.

In den geſammten heiligen Schriſten des alten und neuen Bundes werden eine Menge Thatſachen aufgeführt, welche man, da ſie ihrer abgekürzten, poetiſchen oder aben⸗ teuerlichen Erzählungsweiſe nach oft den Geſetzen und regelmäßigen Wirkungen der Naturkräfte widerſtreiten, oder doch zu widerſtreiten ſcheinen, als durch Gott ſelbſt oder durch deſſen Günſtlinge bewirkte Ausnahmen von jenen Naturgeſetzen betrachtet und mit dem Worte:Wunder bezeichnet.

Es iſt eine tief in dem Innerſten des Menſchen ver⸗ borgene, ſich nach dem Grade der geiſtigen Ausbildung mehr oder weniger zeigende und daher bei Kindern und ſich im Kindheitszuſtande befindenden Völkern beſonders hervortretende Neigung, ſich dem Ungewöhnlichen und Beſonderen, kraft ſeiner ihm angeborenen dichteriſchen Eigen⸗ ſchaften, lieber als dem Alltäglichen und Ratürlichen an⸗ zuſchließen.

Schon der umſichtige Moſes hatte, dieſer Erfahrung vertrauend, die durch einen langen Aufenthalt in der arabiſchen Wüſte geſammelten Kenntniſſe großartiger Na⸗ turereigniſſe klüglich zu benutzen gewußt, indem er jenen, ihm ſelbſt als natürlich wohl bekannten Erſcheinungen, eine, von Jehova unmittelbar ausgehende, die alltäglichen