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nicht wörtlich, verſtanden. Durch den Erfolg war die Auffaſſung des Matthäus wahr geworden. Nicht ſo die des Johannes, welcher, um das, was Zeſus früher geſpro⸗ chen, richtig deuten zu können, auf die Schrift zurückblickt, obgleich Moſes und die Propheten dieſes Ereigniß nicht ausdrücklich vorhergeſagt hatten. Es heißt zwar(Pſalm 16, 10.), worauf die Ausleger ſich berufen:„Du wirſt meine Seele nicht in der Hölle(im Grabe) laſſen, und nicht zugeben, daß dein Heiliger verweſeze allein David hat ſich in dem beſagten Pſalm auf Gottes weiſe Lenkung ſeiner Schickſale im Allgemeinen bezogen, und ſeine Hoff⸗ nungen dichteriſch ausgeſprochen.(Siehe Schlußwort.) Daß übrigens Jeſus
8) nach ſeiner Auferſtehung mit ſeinen Jüngern ge⸗ backene Fiſche, Brod und Honigſeim gegeſſen, daß er ihnen geſagt, er ſey es leibhaftig, weil ein Geiſt nicht Fleiſch und Blut habe, wie er, daß der ungläubige Thomas ſeine Nägelmale und Seitenwunden betaſtet habe, wird von den Evangeliſten umſtändlich erzählt, ſo daß die Thatſache, er ſey wieder körperlich aus dem Grabe hervorgegangen, nicht beſtritten werden kann.— Indeß war
9) der zarte Leib Jeſu durch die erduldeten Martern dennoch viel zu ſehr geſchwächt, als daß er noch lange hätte bei Leben bleiben können. Schon nach 40 Tagen ſtarb er des natürlichen Todes. Seine Jünger, die um ihn waren, drückten dieſes Hingehen zum Vater, wie er ſelbſt es genannt hatte, als ein Emporgehobenwerden in den Himmel aus, wie wir von theuern Verſtorbenen auch
noch jetzt ſagen: Der Herr hat ihn zu ſich in den Himmel
genommen.


