Teil eines Werkes 
3. Band (1841)
Entstehung
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ſich dieſes Buch zu verſchaffen, ſo laſſe ich hier wenigſtens über die Auferſtehung Jeſu(die übrigen ſogenannten Wunder ſind mehr oder weniger erklärend berührt worden) die Anſicht eines würdigen Greiſes, des, der literariſchen Welt genugſam bekannten, achtzigjährigen Dr. Fetzer in Reutlingen folgen.

Der gedachte Schriftſteller gibt in ſeinem intereſſanten Werke:Teutſchland und Rom,(Erſter Theil, 2uſte An⸗ merkung zum erſten Abſchnitte) folgende Bemerkungen zur Auferſtehungsgeſchichte Jeſt.

Die Auferſtehungsgeſchichte Jeſu wird von allen vier Evangeliſten erzählt. Sie weichen aber in verſchiedenen Nebenumſtänden von einander ab. Johannes, der Liebling Jeſu, war der einzige ſeiner Jünger, der ſich unerſchrocken unter das Kreuz hinſtellte, an dem ſein Herr und Meiſter angenagelt hing. Ihm hatte dieſer ſeine Mutter Maria, damals Witwe, beſonders empfohlen. Er ſollte ſie als ſeine Mutter, ſie ihn als ihren Sohn anſehen, obgleich Maria noch einen andern leiblichen Sohn hatte, den Apo⸗ ſtel Jakobus nämlich, den auch Paulus den Bruder des Herrn nennt. Jeſus ſcheint demnach ſelbſt beſorgt

zu haben, die Martern, welche er dulden müſſe, würden

ſeinen unvermeidlichen Tod zur Folge haben, was auch aus ſeinem ſchmerzlichen Ausruf:Mein Gott, mein Gott, warum haſt Du mich verlaſſen, abzunehmen iſt.

Dieſer Johannes, ein Augenzeuge, erzählt dieſelbe, die Angaben der übrigen Evangeliſten, wie es das Anſehen gewinnt, gleichſam nach eigener Anſchauung berichtigend, Cap. 19 und 20.) alſo:

Joſeph von Arimathäa, vorher ſchon in der Stille ein Verehrer Jeſu, habe beim Pilatus die Erlaubniß ein⸗ geholt, den Leichnam Jeſu zum Begräbniß vom Kreuze abnehmen zu dürfen. Er kam und nahm den Leichnam ab.