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„„Menſchen-Sohn.“— Gerlach ſagt über dieſe Zuſammenſetzung in ſeinem Fides:
„In den Evangelien, beſonders den harmoniſchen, (den von Matthäus, Marcus und Lukas verfaßten), nennt ſich Jeſus häufig den Menſchen⸗Sohn, welches von ver⸗ ſchiedenen Auslegern verſchieden erklärt wird, indeſſen glau⸗ ven wir doch zu der Annahme berechtigt zu ſeyn, daß auch dieſes Wort gleichbedeutend mit Meſſias ſey, oder wenig⸗ ſtens auf dieſen hinweiſe.“—
Mir ſcheint eher, daß Jeſus mit dem Ausdruck „Menſchen⸗Sohn,“ die gänzliche Hingebung ſeiner ſelbſt zum Beſten der geſammten Menſchheit habe bezeichnen wollen. So daß Menſchen⸗Sohn(Sohn der Menſchheit) ſo viel bedeute, als: Ein Menſch, auf den die ganze Menſch⸗ heit Anſprüche habe, deſſen Wirken der Welt angehöre, der ſich zum Dienſte, zur Aufopferung für dieſelbe anerkenne.
21 Das Kreuz war ein Römiſcher Galgen, und die Kreuzigung eine zur damaligen Zeit ſehr gebräuchliche Todesſtrafe.
Schon in dem Vorworte wurde erwähnt, daß die⸗ ſes Werkchen durchaus keine gelehrte Auseinanderſetzung der Wunder zum Zwecke habe, da dies zur Auffaſſung der erhabenen Lehren des großen Weiſen durchaus nicht nö⸗ thig ſey.
Indeſſen möchte doch Einer koder der Andere Leſer zu wiſſen wünſchen, auf welche Weiſe die geachtetſten Män⸗ ner unſerer Zeit jene Wunder, nach den Regeln einer ge⸗ ſunden Vernunft und nach vorhergegangenen vielſeitigen Forſchungen beurtheilten. Ich verweiſe dieſelben an das oft erwähnte, gediegene Werk des Herrn Dr. Päulus, welches in Heidelberg unter dem Titel:„Das Leben Jeſu“ erſchienen iſt.
Da es jedoch vielleicht Manchem an Gelegenheit fehlt,


