Teil eines Werkes 
3. Band (1841)
Entstehung
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und die beiden letzten faſt ſo ſtreng, wie der Schabbes gefeiert werden; die Zwiſchentage ſind halbe Feiertage, an welchen ſie ihren Geſchäften nachgehen dürfen.

* Berückſichtigt muß hier werden, mit welcher Eile

man bei den Jsraeliten verfuhr, die Todten zu beſtatten. Da man einmal der Meinung war, die Seele könne nicht eher Ruhe finden, als bis der Körper begraben ſey, ſo hatte man Nichts eifriger bei einem Geſtorbenen zu thun, als ihm die Wohlthat einer ſchleunigen Einſenkung zu erzeigen. Beſaß die Familie nicht Mittel genug, ihn in einer Gruft beizuſetzen, ſo ſchob man den Körper in eine enge, ſenkrechte, auf dem allgemeinen Begräbnißplatze an⸗ gebrachte Grube, bedeckte den Kopf mit Erde und ſchloß das Loch durch einen Stein. Wie Viele mögen da⸗ her durch dieſe übereilte Begräbnißart leben⸗ dig begraben worden ſeyn!

Unter den damaligen Sekten zeichneten ſich aus:

a) Die Phariſäer.

Am Aeußern klebend, deutete dieſe Sekte das Geſetz nicht nach ſeinem Geiſte oder Inhalt, ſondern ſuchte in den Buchſtaben, in der Stellung derſelben, in verſchiedenen Leſearten, einen doppelten, oft einen vielfachen Sinn, ge⸗ rieth durch Uebertreibung des Allegorifirens häuſig in Un⸗ ſinn und gewöhnte das Volk an jenen Kleinigkeitsgeiſt, der ihm am Ende den Geiſt und den Sinn des Moſaiſchen Geſetzes völlig entrücken mußte. Dabei ſetzten ſie der hei⸗ ligen Schrift die Ueberlieferung nicht blos an die Seite, ſondern ſogar vor, inſofern ſie den Grundſatz geltend machten, daß dieſe den Sinn jener beſtimme. Da ſie das ganze Weſen der Religion in äußere Werkheiligkeit und mönchiſche Bußübungen ſetzten, und dabei eine ſehr ſchlaffe Moral lehrten, in ihrem eigenen Leben und Wandel aber ſich Alles erlaubten, nicht blos Unſittlichkeiten, ſondern