183
herzugeführt; und jetzt habe eben derſelbe über ihn und ſein Haus ausgeſprochen, daß er es für die Folgezeit auf⸗ recht erhalten wolle. Immerfort werde man alſo ſagen: Jehova, der Wohlgerüſtete, iſt der hochverehrte Gott über Iſrael und vor ihm iſßt feſt die Familie ſeines Knechtes Davids.“
Mit anderen Worten: Der Unterkönig, der M eſſias des Jehova ſoll zum Wohl des Volkes auf die unbe⸗ ſtimmbare Zeitferne hinaus kein anderer, als ein Nach⸗ komme Davids ſeyn. Er ſoll als ein Sohn der Gottheit zu handeln ſich verpflichtet denken und dann auch als einer der Gottesſöhne, ſelbſt wenn er Fehler begeht, ſchonend behandelt werden.
Von dieſer(politiſch- religiöſen) Verhandlung her pflanzte ſich nun die folgereiche Ueberlieferung fort, daß das Wohl der Nation für immer an die Nachkommenſchaft Davids geknüpft ſeyn ſolle. Welche Idee ſich nach und nach idealifirte und vergeiſtigte, und in allen traurigen Lagen Iſrael voll zuverſichtlicher Hoffnung auf das Haus Davids hinblicken ließ. 636
„Das Leben Jeſu, von Dr. H. E. G. Paulus.
„Man denke hierbei nicht an die meiſtens ſehr ſchmutzi⸗ gen Stallungen unſeres Vaterlandes, welche, zumal in unſerem Klima, einen wenig erträglichen Aufenthaltsort abgeben würden.
In dem warmen Paläſtina hingegen mochte die rein⸗ liche, mehr zum Zufluchtsorte der Hirten, als der meiſtens auf freiem Felde übernachtenden Heerden beſtimmte Ueber⸗ dachung nicht zu verachten ſeyn.
„Jeſus“— Joſua, Jehoſchüah,— im Griechi⸗ ſchen Jeſus, bedeutet— einen, der Rettung ſchaffen wird.


