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welcher ſich einen Lohn dadurch zu erlügen hoffte, daß er mit eigener Hand den Saul umgebracht zu haben ver⸗ ſicherte, läßt David(2. Sam. 4, 44.) ſehr klug und folge⸗ richtig vor ſeinen Augen niederhauen, weil er ſich nicht geſcheut hatte, ſeine Hand„an den Meſſias des Je⸗ hova“ zu legen. Der Lohngierige hatte dies nur erdich⸗ tet; aber David(V. 16.) ſagt ihm: Dein Mund hat gegen dich ſelbſt gezeugt, da du ſagteſt: ich habe getödtet den „Meſſias des Jehova!“ Jederrechtmäßige König in dem hebrä' ſchen Gottesſtaat waralſo ein Meſſias des Jehova. Als nun der kluge David den Thron beſtiegen hatte, ging ſein Hauptbeſtreben dahin, denſelben für ſich und ſeine Nachkommen zu ſichern. Er eroberte daher Jeruſalem, und richtete ſich auf dem Zionsberge eine Königsburg ein, und wenn auch der umſichtige Nathan die Verlegung des bis dahin beweglichen Gotteszeltes in einen feſten Tempel, in Mitte der Königsſtadt, noch zu vereiteln wußte, ſo nahm doch David„öffentlich in dem Gotteszelt vor Je⸗ hova ſitzend,“(2. Sam. 7.) alſo in einer feierlichen Be⸗ ſprechung mit dem unſichtbaren, aber in dem Gotteszelt vergegenwärtigten Oberkönig, jene Zuſage der Unver⸗ letzbarkeit ſeiner Dynaſtie(Erbfolge ſeines Ge⸗ ſchlechtes) mit den feierlichſten Worten an: Groß ſey die Huld ſeines Herrn, des Jehova, daß er ihn und ſein Haus bis hieher gebracht habe. Jetzt halte Gott dies noch für zu wenig, er habe vielmehr über ſeine Familie bis in die Zeitferne hinaus, Etwas ausgeſprochen, was von nun an⸗ ein Geſetz für die Menſchen ſeyn müßte. Hoch erkennt David dieſe ihm von Gott gewährte Größe und verbindet nun das Heil Ifraels ganz mit ſich und ſeiner Nachkommenſchaft, als„Meſſiaſen Gottes.“ „Die Nation habe Jehova ſich als ſein Eigenthum


