konnte er ſagen:„Ich und der Vater ſind Eins!“—
Zu dieſer beſeligenden Erkenntniß gelangt, hingeriſſen zur begeiſterten Liebe zu Gott und den Menſchen, reifte in ihm der Entſchluß: Die nun einmal, unmittelbar durch die Anſchauung des himmliſchen Vaters, ihm gewordenen Wahr⸗ heiten, in deren Verbreitung er Gottes heili⸗ gen Willen erkannt, an die Welt zu bringen, und ſeine Mitbrüder dadurch von der dumpfen Geiſtesbefangenheit zu erlöſen, dieſelben auf den einzig wahren Weg des ewigen Heils zu führen.
Noch mit dieſen hohen Ideen beſchäftigt, bot ihm ein beſonderes Ereigniß zu deren Aus⸗ führung die Hand.
Als ſich nämlich Jeſus ſeinem 30ſten Jahre genähert, erſcholl im ganzen jüdiſchen Reiche der Ruf eines neuen Propheten, welcher am Jordan dem Volke Buße predige, und daſſelbe taufe. Dieſer kühne Redner aber war Johannes, der


