Teil eines Werkes 
3. Band (1841)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15

Sohn des Prieſters Zacharias und der Eliſabeth, ein Verwandter Jeſu.*

Beide Männer waren öfter zuſammenge⸗ kommen und hatten, als gleichgeſinnte Freunde, am Austauſche ihrer gegenſeitigen Gedanken Freude gefunden. Wenn Johannes die erhabene Geiſtesgröße ſeines Freundes bewunderte, und mit innigem Wohlgefallen den Reden voll tiefen Sinnes lauſchte, ſo konnte wiederum Jeſus den kräftigen, offenen und kühnen Johannes nur ſchätzen uud lieben. Während nun Jeſus in ſtiller Einſamkeit über den erhabenen Plan, ſich zum Wohle ſeiner Mitmenſchen aufzuopfern, noch nachdachte, war der feurige Johannes ſchon öffentlich aufgetreten. Ueberzeugt, daß ſeinem Volke nur durch eine geiſtige und ſittliche Umgeſtaltung zu helfen ſey, war ſein Vorſatz gefaßt, es ſo viel als möglich von dem Gedanken

* Matth. 3. V. 117. Mark. V. 1 11. Luf. 3. V. 1 22. Joh. 1. V. 636.