Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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mit Gabrielen ſprach er nur wenig. Er alterte in wenigen Monden auffallend, und als er nun noch aus dritter Hand erfuhr, daß ſeine Tochter vor ihrer Aufnahme gegeißelt worden, erregte dies den alten Mann ſo ſehr, daß ſeine Gicht zurücktrat und er ſchnell und unerwartet ſeiner längſt heimgegangenen Gattin folgte.

Gabriele litt unendlich. Was ſie gegen den Willen des guten Vaters gethan, ſchmerzte ſie nun doppelt, und dennoch war ſie nur der Stimme ihres Gewiſſens, dem Drange ihrer frommen Seele gefolgt.

Krumm und Ratzler ließen ſie nicht aus den Augen und ſuchten ihren Kummer durch ſophiſtiſche Reden zu beſchwichtigen, oder durch Beten und Bußübungen zu zerſtreuen. Son⸗ derbarerweiſe war Paſtor Krumm namentlich für die Letzteren bei der ſchönen Gräfin ge⸗ ſtimmt, und wußte ihren frommen, wahrhaft demüthigen und bußfertigen Sinn immer durch neue Bußarten zu reizen; die das arme Kind