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dann, mit dem unſchuldigſten Herzen von der Welt, unter ſeiner Leitung ausführen mußte. Dabei war aber mit dem Paſtor, ihm ſelbſt unbe⸗ wußt, eine merkwürdige Veränderung vorgegan⸗ gen. Nicht mehr jene wild religiöſe Schwär⸗ merei trieb ihn zu dieſen Martern des guten Kindes— was auch dadurch zu erſehen war, daß er gegen ſich nachſichtiger wurde, und ſchon ſeit langer Zeit keine Selbſtgeißlung mehr vor⸗ genommen hatte— ſondern es geſellte ſich dem religiöſen ein anderes, fleiſchlicheres, Gefühl bei, das in der Geißlung der nackten Gabriele, und der bald auch von dieſer an ihm vollzoge⸗ nen gleichen Büßung, eine bitterſüßwollüſtige Befriedigung fand. Die Ideen Krumm's ver⸗ irrten ſich immer mehr; ſeine Schwärmerei nahm zu, und er betrachtete ſich bald nicht mehr anders als den heiligen Joſeph, und Gabriele wurde von ihm in der verſammelten Gemeinde zur heiligen Maria getauft und geſtempelt. Ratzler's Augenmerk war auf einen


