Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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des Königs. Auch genoß er, wie in den guten Zei⸗ ten des Hauſes Oeſterreich wieder die Ehre, ſeiner Majeſtät vorleuchten, und an ihrem Namenstage mit entblößtem Schwerte während dem Handkuß und der heiligen Meſſe neben ihr ſtehen zu dürfen.

Unterdeſſen hatte aber auch Gondreville nichts mehr in Saint⸗Jean⸗de⸗Luz zurückgehalten; er kehrte daher augenblicklich nach Madrid zurück, woſelbſt er gegen Ende Januar eintraf.

Jetzt erſt konnte er endlich ſeine Hochzeit mit Donna Ines begehen, was denn auch ſofort mit großem Glanze geſchah.

An demſelben Tage empfing er einen ſchwarzge⸗ ſiegelten Vrief. Er kam von Anna de n Ere⸗ mouille, Fürſtin von Orſi ni und lautete wie folgt:

Ihr habt es mir verſagt, mich zu hören, und ich beklage mich nicht darüber, da der Augenblick dafür noch nicht gekommen war. Dennoch waltet ziſchen uns ein Geheimniß ob, welches Ihr frü⸗ her oder ſpäter erfahren müßt. Den Schlüſſel zu dieſem Geheimniſſe wird Euch dies einliegende

Schreiben geben. Aber ich flehe Euch darum

an, daſſelbe nur in zwei Fällen zu öffnen: nach

meinem Tode, oder, was wohl, wie ich hoffe, nicht geſchehen wird, wenn Ihr ſelbſt in die Ge⸗