Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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ſprechen und alle Welt war auf den Inhalt der Antwort geſpannt, welche der Monarch Abends zuvor der Königin geſchrieben. Da aber der ganze Morgen verſtrich, ohne daß ſonſt etwas erfolgte, war man bald überzeugt, daß es in Spanien um die Fürſtin Orſini geſchehen ſei.

Die Königin traf den Nachmittag zu der feſtgeſetz⸗ ten Stunde in Guadalajara ein, als ob gar nichts vorgefallen wäre. Der König empfing ſie am Fuße der großen Treppe, reichte ihr die Hand, und führte ſie ſogleich zur Kapelle, woſelbſt die Feierlichkeiten der Vermählung, unter Entwickelung einer großen Pracht, ſtattfanden, da es damals in Spanien Sitte war, ſich nach der Tafel zu verheirathen.

Was ſich ſpäter zwiſchen den Neuvermählten, in Beziehung auf den Vorfall mit der Camarera⸗Mayor zutrug, blieb aller Welt ein Geheimniß, über welches man nie die leiſeſte Aufklärung erhielt.

Den kommenden Morgen, alſo den erſten Weih⸗ nachtsfeiertag, erklärte der König, daß keine Verän⸗ derung im Hauſe der Königin, wie daſſelbe durch die Fürſtin Orſ ini zuſammengeſetzt, ſtatthaben werde, eine Erklärung, welche die Geiſter einigermaßen

beruhigte. Den nächſten Tag fuhren der König und die Kö⸗