Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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In einem, gegen die Kälte wohlverwahrten Zim⸗ mer, hatte ſie ſich, nahe dem Kamine, in welchem ein munteres Feuer brannte, in einen großen Seſſel geworfen, um von den Mühen und Entbehrniſſen, ſo wie von den körperlichen Leiden wie der Herzog von Saint⸗Simon ſagte auszuruhen, die ſie auf dieſer zwanzigtägigen Reiſe hatte erdulden müſſen.

Sie war allein, aber kein wohlthätiger Schlaf kam über ſie, denn.... ſie ſann und ſann und ſuchte den Schlüſſel zu dem furchtbaren Räthſel der ſo plötzlichen Umgeſtaltung aller ihrer Lebensverhältniſſe.

Gegen Abend zeigte man ihr an, daß ſie ein Edelmann, der ſeinen Namen nicht nennen welle aber vorgebe, ſie genau zu kennen, zu ſprechen verlange.

Sie zuckte zuſammen und ein krampfhaftes Zittern ſchüttelte alle ihre Glieder, als ſie den Befehl ertheilte, den Edelmann ſogleich vorzulaſſen.

Es war der Vicomte von Gondreville.

Ha! rief ſie, als ſich die Thüre hinter dem Eingetretenen wieder geſchloſſen,ich habe Euch erwartet. Ein einziges Wort, Gondreville! Sagt mir, daß Ihr dieſem hölliſchen Complotte ſremd ſeid, daß Ihr ſelbſt nichts davon ahntet, und nur den Befehlen des Königs und der Königin gehorchtet.