Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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Alle Anweſenden ſahen ſich in höchſter Verlegen⸗ heit an, aber die Amme ſagte, ohne ſich im Ge⸗ ringſten aus ihrer Faſſung bringen zu laſſen:

„Außerdem will ich ſie ſehen, dieſe Fürſtin, von der man ſo viel ſchwatzt, und die Regen und Sonnen⸗ ſchein in dieſem Lande macht.

„So viel ich davon urtheilen kann,“— verſetzte die Königin,—„macht ſie hier mehr ſchlechtes als ſchönes Wetter, denn ſeitdem wir den Fuß in dieſes Königreich geſetzt, hat es noch nicht aufgehört zu ſchneien.“

Als die Königin noch ſo ſprach, trat ein Officier der franzöſiſchen Leibwache ein, und frug, ſich vor der Königin auf ein Knie niederlaſſend, ob es Ihrer Majeſtät genehm ſei, die Fürſtin Orſini ſofort zu empfangen.“

„Ich muß ja wohl!“— ſagte die Königin wieder⸗ holt gähnend, und wandte ſich neuerdings plaudernd ihrer Amme zu.

Als die Fürſtin Orſini in das Zimmer der Kö⸗ nigin trat, verneigten ſich alle Gegenwärtigen tief und ehrerbietig vor ihr, mit Ausnahme Eliſabetha Farneſen's und ihrer Amme, die beide ſitzen blie⸗ ben; Letztere mit offenem Munde und weit aufge⸗ ſperrten Augen, um die Favorite ja recht genau zu