Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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daher die Lehren Deines Hofmeiſters beſſer erinnern, der Dir ohne Zweifel auch ſagte, daß die Gerechtig⸗ keit ſinkend iſt.“

„Ach ſo!“— rief Altamire—„darum fuhr

auch der Wagen der Frau Fürſtin Orſini ſo

ſchnell!“——

Laſſen wir nun aber der Fürſtin die nöthige Zeit, um in der Wohnung abzuſteigen, welche man für ſie, derjenigen der Königin gegenüber, bereit gehalten hat, und verſetzen uns lieber auf Augenblicke zu der jungen Eliſabetha Farneſe.

In einem Zimmer, deſſen beſcheidene Wände man in der Eile hinter reichen Behängen von Stickereien und Sammt verborgen hatte, nahe an einem luſtig flackernden Kaminfeuer, in welchem Olivenzweige brannten, ſaß, froſtig in einem Seſſel zuſammenge⸗ kauert, ein junges Mädchen von mittlerer Größe, aber ſchlank und wohl gewachſen. Füße und Beine hatte die Natur mit merkwürdiger Feinheit gebildet, dabei funkelten die kohlſchwarzen Augen in dunkler Gluth, während ihre Züge den Stempel einer trotzigen

Schönheit trugen. hr Reiſeanzug war von einer faſt puritaniſchen Einfachheit, wie ja ſelbſt ihre Unterthanen ſchon be⸗

merkt hatten.

Orſini. II. Bd. 12

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