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einer ſtarken Abtheilung franzöſiſcher Leibwache vor⸗ überfuhr.
Mit nackten Armen und entblößtem Buſen in blendender Pracht, ſchön, ſtolz und majeſtätiſch, wie einſt Cleopatra bei ihrem Triumphzug durch Egyp⸗ ten, ſchien dieſes Weib wahrlich eher zur Königin, als zur Camarera⸗Mayor geboren zu ſein.
Alle, in dem Saale der Poſada gegenwärtige Granden durchzuckte es fieberhaft, als ſie die Unter⸗ drückerin ihrer vaterländiſchen Nationalität, die ver⸗
haßte Fremde, die herrſchſüchtige Gouvernante— nicht des Prinzen von Aſturien— ſondern des Kö⸗ nigs; als ſie das Weib triumphirend vorüberziehen ſahen, welches die Rechte des Herrſchers, der Gran⸗ dezza, des Adels und des Volkes gekränkt, welches jeden Einzelnen unter ihnen tödtlich beleidigt hatte.
Mit einem Tone der tiefſten Erbitterung rief da⸗ her der Graf von Altamire:
„Sind wir denn nach Fadraque berufen, um dem Triumphwagen der Fürſtin Orſini zu folgen?“
„Geduld!“— verſetzte der Marquis von Santa⸗ Cruz, indem er den Zeigefinger auf ſeine Lippen legte.
Dann ſetzte er halblaut hinzu:
„Graf! Du biſt noch ſehr jung, und ſollteſt Dir


