Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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ſein, Du wirſt ſie bald ſehen, und dann kannſt Du ihr für alle ihre Güte danken. Sie brach heute Mor⸗ gen von Guadalazara nach Fadraque auf, und muß jeden Augenblick ankommen, denn ſie! die Nacht iſt bereits angebrochen. Der König blieb allein mit ſeinem Hofſtaate zu Guadalazara im Pallaſte In⸗ fantado zurück, in welchem morgen, wie Du ja weißt, die Hochzeit gefeiert werden ſoll.“

„Gott ſei Dank!“— rief Gondreville wie von einer ſchweren Laſt befreit.

„Aber ich habe Dir noch mehr, noch eine andere glückliche Nachricht mitzutheilen: Die Fürſtin will, daß auch wir unſere Heirath morgen, und zwar gleich nach der kirchlichen Einſegnung des Königs begehen, damit wir, ſagte ſie, dieſen Tag, der für ganz Spa⸗ nien ein Tag des Glücks werde, um ſo weniger ver⸗ gäßen. Bewunderſt Du nicht, theurer Freund, die Aufmerkſamkeit der Fürſtin für uns. Wahrhaftig! mein Vater und meine Tante dürfen es bereuen, daß ſie dieſelbe früher ſo ungerecht verdammt haben!... nicht wahr?“

„Ich bin ganz Deiner Meinung, Ines,“ entgeg⸗ nete der junge Vicomte halb in Gedanken.

„Stille!“— rief hier Donna Ines,—„hörſt Du