Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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da er ſelbſt, ebenfalls durch die Vermittlung der Fürſtin Orſini, erſter Majordomus des Hauſes der Königin geworden iſt.“

„Und Dein Vater nahm dies Amt an?“

„Im Anfange ſchlug er es aus; denn obgleich er ſeine Begnadigung zum großen Theile der Fürſtin zu danken hat, ſo habe ich doch recht gut bemerkt, daß ſein Haß gegen ſie keinesweges erloſchen iſt. Nach einer Privataudienz beim Könige aber, erklärte er plötzlich, daß ſeine Serupel gehoben ſeien. Außer⸗ dem ſcheint Ihre Hoheit ihre Güte damit noch nicht beſchränken zu wollen, denn es müßte mich Alles trügen, wenn nicht auch Dir ein wichtiges Amt am Hofe vorbehalten wäre. Sie ſagte mir ſelbſt heute Morgen noch, in dem Augenblicke, als ich von ihr zu Guadalajara Abſchied nahm, um hieher zu fahren, daß ſie Dich wenigſtens ebenſo liebe, wie ihre beiden Neffen, die Herrn von Chalais und von Canti.⸗ Aber was haſt Du?... Du ſcheinſt ſorgenvoll?... Macht Dir all' dies neue Glück keine Freude?“

„Theure Ines“ entgegnete Gondreville trüb,—„es gibt ein Glück für mich, das heute alle anderen überſtrahlt, und dies iſt: Dich wieder in meine Arme ſchließen zu können.“

„Ich glaube es Dir, Geliebter, denn... ich fühle