Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Einzelbild herunterladen

Donna Seraphine und ihre Nichte berath⸗ ſchlagten nun vor allen Dingen, ob es zu rathen ſei, in der einſamen Lage, in welcher ſie ſich befänden, eine ſolche Bitte zu gewähren; denn die Armuth, in welcher ſich die Familie Santa⸗Cruz verſetzt ſah, war ſo groß, daß man nicht nur die Gebäude aus Mangel an Geld zu Ruinen verfallen laſſen mußte, ſondern daß ſich auch der Marquis ſogar ge⸗ nöthigt geſehen, nach und nach den größten Theil ſeiner Leute zu verabſchieden, da er außer Stand war, ſie zu ernähren.

Wenn auch bei ihm Schmalhans Küchenmeiſter war, er ertrug es mit Reſignation; fand ſich doch ſein Stolz als Grand von Spanien dadurch befriedigt, daß er die armſeligſten Biſſen aus ſilbernen Geſchirren aß, welche das Wappen der Familie trugen. Ver⸗ zweifelt aber wäre er, wenn man davon in der Au⸗ ßenwelt Kunde erhalten.

Wie dem aber auch nun ſei, ſeine Schweſter, die ihm mehr als in einer Beziehung glich, ſchnitt alles weitere Schwanken durch die Erklärung ab: Schloß Penaflor dürfe auf keine Weiſe ſeinen alten Ruf der Gaftfreundſchaft auf das Spiel ſetzen, und man müſſe daher jeden Gaſt, der ſich zeige, und