Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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3 Gefühle gewaltſam unterdrücken, die ſie für einen Augenblick dies unerbittliche Geſetz hatten vergeſſen laſſen. Endlich erſchien der Majordomus.

Er war noch immer ſo mager wie ſonſt, denn es ſchien, als ob die Magerkeit im Hauſe Santa⸗ Cruz auch zur Etiquette gehöre; aber ſein ſtrahlen⸗ der Ernſt hatte heute einer ſchmerzlichen Faſſung Platz gemacht.

„Nun, Gil Perez?“ frug Donna Ines mit ſchwankender Stimme—“ was bringt Ihr für Nach⸗ richten?“

„Ach Senora!“— verſetzte der Majordomus,— „der gnädige Fürſt iſt noch immer im Thurm von Segovia, während ſein Prozeß in Madrid eingeleitet wird. Es hatte noch eine neue gerichtliche Haus⸗ ſuchung im Pallaſte Statt, und Jedermann denkt, daß die nächſte Woche nicht vorübergehen wird, ohne daß man den gnädigen Herrn nach Madrid zurück⸗ bringt und vor ſeine Richter ſtellt. Alle Rechtsge⸗ lehrten, die ich geſprochen, ſtimmen indeſſen darin überein, daß man dem Herrn Marquis nichts be⸗ weiſen könne, und daß Ihr in dieſer Beziehung ganz ruhig ſein könnt, ebenſo wie die Frau Gräfin, daß

aber andererſeits der Ausgang des Prozeſſes haupt⸗ Orſini. II. Bd. 3