Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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fängniſſe im Thurm von Segovia, zu uns heruͤber⸗ ſchaut. Ich möchte, um einiger Regentropfen willen, meinen Vater noch nicht verlaſſen.“

„Ich will Deinem Wunſche für einige Augen⸗

blicke gern willfahren, in einer Viertelſtunde ſpäte⸗

ſtens müſſen wir aber doch in das Schloß gehen, da es alsdann Zeit zum Abendgebete iſt.“

„Können wir denn nicht eben ſo gut hier beten, liebe Tante?“

„Woran denkſt Du, Kind?.... Es würde ſich ſchlecht zu Deinem Range paſſen, wollteſt Du Dich im Freien auf die Stufen knieen. Das mögen Bettel⸗ dirnen thun. Wenn man, wie Du und ich, die Ehre hat, dem erhabenen Hauſe der Bazan anzugehören, darf man nirgends anders, als in ſeinem Betzimmer und vor ſeinem Betpulte beten.“

„Wie es Euch gefällt, Tante!.... Wißt Ihr, daß es heute ſchon vierzehn Tage ſind, daß mein armer Vater ſeinen Pallaſt zu Madrid, wie ein Ver⸗ brecher mit Ketten beladen, verlaſſen hat, um nach dem Thurme von Segovia geführt zu werden, ohne daß ich, ſeine Tochter, ihn nur noch einmal hätte umarmen können.“

„Die Hand küſſen, wollteſt Du ſagen, liebe Nichte; denn die Gtiquette erlaubt nicht, daß eine Tochter