Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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Seufzer, meine Thränen, Mitleiden mit meinen Lei⸗ den, mit meinem Märtyrerthum haben werdet... darum! darum! flehe ich Euch auf meinen Knieen an!

Und mit dieſen Worten hatte ſich Gondreville auch ſchon der Fürſtin zu Füßen geworfen, und ſelbſt gewagt, ihre Hand zu erfaſſen.

In der höchſten Aufregung entwand ſich Anna de la Tremouille gewaltſam den leidenſchaftlichen Umarmungen des jungen Mannes, und rief, ihn mit unbeſchreiblichem Schrecken anblickend:

Wißt Ihr denn nicht, daß Denjenigen Todesſtrafe trifft, der die Königin berührt?! Die Königin?! ſtöhnte Gondreville ver⸗ nichtet und deckte mit beiden Händen das Geſicht. Sie iſt Königin! ſetzte er dann lautlos hin⸗

zuO Gott! o Gott! ſo haſt Du denn nicht ge⸗

wollt, daß ich meine Mutter rächen ſollte?!

Als ſich Gondreville nach einigen Minuten erhob, war Annadela Tremouille verſchwunden.

Wuth und Verzweiflung im Herzen, verließ er den Pallaſt. Noch denſelben Abend, wenige Minuten nachdem er in ſeine Wohnung zurückgekehrt, verlangte ein Page der Fürſtin Orſini ihn zu ſprechen.