Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
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Der junge Menſch hatte den Befehl: ein Schrei⸗ ben Ihrer Hoheit dem Vicomte eigenhändig zu über⸗ reichen. Der Brief lautete alſo: „Ein fürchterliches Geheimniß verbindet und trennt zugleich unſer gegenſeitiges Geſchick. Beklagt mich⸗ denn ſo lange ich lebe, muß dies Geheimniß Euch fremd bleiben. Vergeßt bis dahin, wenn Ihr es könnt, was ſich zwiſchen uns zugetragen hat, ſo wie auch ich es zu vergeſſen ſuchen werde, und erinnert Euch nur: daß Ihr in der Königin von Spanien wie in der Fürſtin Orſini eine treue Beſchützerin habt, die ſtets über Euer Wohl wachen wird.“ „Zum Beweis des Geſagten und als Pfand mei⸗ nes Wohlwollens empfangt Ihr einliegendes Diplom 2 deſſen Rang Euch von dieſem Augenblicke an ſchmückt, ohne daß Ihr jedoch, vor der öffentlichen Erklärung, welche der König von heute an bis in wenig Tagen nach ſeinem Gutdünken erlaſſen wird, öffentlich damit auftreten könnt.“ 5 Gondreville entfaltete das Diplom nachläßig. Es war ſeine Ernennung zu dem hohen Range des Groß⸗Stallmeiſterthums, an die Stelle des Herzogs von Mirandola.

Vor ihm ſtand ein Armleuchter, auf welchem fünf