für mich bald zum Grabesrachen geworden, wie Je⸗ dermann bereits weiß, denn dieſer verwünſchte Mar⸗ quis machte ganz entſchiedene Anſtalten, mich aus dem Buche der Lebendigen zu ſtreichen, als glücklicher⸗ weiſe für mich, Eure Hoheit Hülfe ſandte, die mich befreite. Dies iſt die reine Wahrheit.“
„Alſo wäre es unwahr, daß Ihr die Tochter des Marquis von Santa⸗Cruz liebtet?“
„Das iſt eine ſchändliche Lüge. Fürſtin, wem das Glück ward, ſich jeden Tag in Euren ſchönen Augen ſpiegeln zu können, kann der daran denken, andere zu ſuchen?“
„Immer Schmeichler, Vicomte!.. Werdet Ihr dieſe häßliche Gewohnheit denn nie ablegen?“
„Hoheit müßten damit anfangen, weniger reizend zu ſein!“
„Ihr denkt nicht an das, was Ihr ſagt.“
„Das heißt vielmehr, ich ſage nicht Alles, was ich denke.“.
„Iſt das meine Schuld? Ich wüßte nicht, daß ich Euch daran gehindert hätte.“
„O doch! doch! Gs gibt Perſonen, welche uns eine ſolche Ehrfurcht einflößen, daß uns in ih⸗ rer Gegenwart eine unwillkürliche Verwirrung er⸗ greift, die uns nicht erlaubt, ihnen unſer Herz aus⸗


