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zuſchütten, und wenn Ihr in dem meinen leſen könntet
Während Gondreville dies ſagte, hatte er ſich der Fürſtin mehr und mehr genähert. Seine Augen funkelten noch lebhafter wie gewöhnlich, ſeine Bruſt wogte ſtürmiſch.
Da erhob ſich die Fürſtin raſch, und ihr Ant⸗ litz, ſonſt der Spiegel einer ſo ruhigen Schönheit, verzog ſich heftig.
„Unſinniger!“— ſagte ſie leidenſchaftlich, indem ſie den jungen Edelmann mit verſtörten Blicken an⸗ ſah,—„wißt Ihr denn nicht, daß ſich zwiſchen uns und Euch eine unüberſteigliche Kluft dehnt?“
Es lag in den Zügen der Fürſtin Orſini in dem Augenblicke, in welchem ſie dieſe Worte aus⸗ ſprach, ein ſolch düſterer Ausdruck, daß Gondre⸗ ville, ungeachtet der Kühnheit und Sorgloſigkeit ſeines Charakters, ſich des Schreckens nicht erwehren konnte. g
Unwillkürlich folgte er daher der Bewegung der Fürſtin und erhob ſich ebenfalls.
Aber eine Minute reichte hin, ihn ſich ſelbſt wie⸗ derzugeben.
„Ach Madame,“— entgegnete er—„welches
Orſini Il. Bd. 2


