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„Hoheit mögen vergeben,“— entgegnete der Vi⸗ comte,—„aber es däucht mir, daß doch nur die Schuldbewußten beichten, und... ich fühle mich frei.“
„Seid Ihr deſſen ſo gewiß?“
„Vollkommen!“
„Dann ſcheint es, als ob Mangel an Vertrauen kein Unrecht in Euren Augen ſei?“
„Halten wir da!“ dachte Gondreville, ohne jedoch zu antworten.
Eeine kleine Pauſe folgte, dann frug die Fürſtin:
„Was hattet Ihr denn im Pallaſte von Santa⸗ Cruz zu ſchaffen?“
„Auf meine Ehre, ich würde Eurer Hoheit ſehr verbunden ſein, wenn Ihr geruhen würdet, mich darüber zu belehren, denn ich weiß es ſelbſt nicht. Ich hatte bei einem Freunde zu Abend geſpeiſt, und ging heim, da gewahrte ich mehrere Leute, die, ich weiß nicht mehr welches Liedchen trillerten und dann in jene Steinmaſſe ſchlüpften, welche Eure Hoheit den Pallaſt Santa⸗Cruz zu nennen belieben. Die Neugierde veranlaßte mich, daſſelbe zu thun. Ich dachte, es handle ſich um irgend ein Schauſpiel, bei wel⸗ chem man ſeinen Platz, ſtatt wie im Theater mit Geld, hier mit Singen bezahle. Ich fing alſo an zu ſingen, die Thüre that ſich auf, aber ſie wäre


